Mietbedingungen für Campervans

Mietbedingungen für Wohnmobile (Stand 14.01.2020)

Mietvertrag

Vertragspartner bei Vertragsabschluss sind der in der schriftlichen Ausfertigung des
Mietvertrages genannte Mieter und Vermieter. Alle im Mietvertrag genannten Fahrer haften
als Gesamtschuldner.

1. Berechtigte Fahrer
Das Fahrzeug darf nur vom Mieter selbst und dem im Mietvertrag eingetragenen
weiteren Fahrer gelenkt werden.
Die Fahrer müssen mindestens 23 Jahre alt sein; ferner müssen sie seit mindesten einem
Jahr im Besitz eines für die jeweilige Fahrzeugklasse in Deutschland gültigen
Führerscheins, z.B. der Klasse 3, der Klasse B für Fahrzeuge mit einem zulässigen
Gesamtgewicht bis 3.500 kg, sein. Der Mieter hat dafür Sorge zu tragen, dass nur
Personen das Mietfahrzeug führen, die die vorgenannten Bedingungen erfüllen.

2. Mietpreis
Es gelten die in der jeweils gültigen Mietpreisliste aufgeführten Preise.
Die Mietpreise schließen ein:
o die gültige Mehrwertsteuer
o alle gefahrenen Km
o Haftpflichtversicherung
o Vollkasko-/Teilkaskoversicherung mit 1.000,- € Selbstbeteiligung
o Schutzbrief
o Fahrerschutzversicherung
Die Servicepauschale von 130,- € wird unabhängig von der Anzahl der Miettage
berechnet und schließt folgende Leistungen ein:
o Übergabeeinweisung
o Endreinigung außen
o 1 Flasche Gas 5 kg
o Toilettenchemie-Tabs in ausreichender Menge
o Kabeltrommel, Wasserschlauch, 2 Adapterkabel, Warntafel, Auffahrkeile und
Kleinteile
o Bei Miete in Monaten November bis März sind auf dem Wohnmobil Winterreifen
montiert. Bei Bedarf können Schneeketten mitgenommen werden.

3. Zahlungsweise
Bei Abschluss des Mietvertrages hat der Mieter innerhalb 1 Woche eine Anzahlung von
300,- € an den Vermieter zu leisten.
Der Restbetrag ist spätestens 4 Wochen vor Mietbeginn an den Vermieter zu
überweisen.
Bei kurzfristigen Buchungen ab 4 Wochen vor Mietbeginn ist der Gesamtpreis sofort
fällig.

4. Kaution
Die Kaution von 1.000,- € muss in bar bezahlt werden.
Die Kaution wird bei ordnungsgemäßer Rückgabe in voller Höhe innerhalb 8 Tagen
zurückerstattet.
Bei Versicherungsschäden wird die Selbstbeteiligung einbehalten.
Der Vermieter ist berechtigt, Forderungen, die aus der Rückgabe des Fahrzeuges
herrühren mit der Kaution zu verrechnen.
Der Mieter muss für von Ihm verursachte Schäden (auch von dritten) im Inneren des
Mietfahrzeuges in voller Höhe aufkommen.
5. Stornierung/Rücktritt
Der Rücktritt muss schriftlich erfolgen.
Storniert der Mieter den Mietvertrag werden folgende Gebühren berechnet:
o 20% des Gesamtmietpreises bei Rücktritt bis 50 Tage vor Mietbeginn
o 60% des Gesamtmietpreises bei Rücktritt von 7 bis 50 Tagen vor Mietbeginn
o 80% des Gesamtmietpreises bei Rücktritt von weniger als 7 Tagen oder
Nichtabnahme
o Eine Nichtabnahme /-abholung gilt als Rücktritt. Zur Absicherung des
Stornorisikos wird der Abschluss einer Reiserücktrittskosten-Versicherung
empfohlen.
o Soweit freie Kapazitäten innerhalb des Kalenderjahres vorhanden sind, ist eine
Umbuchung bis 14 Tage vor dem vereinbarten Mietbeginn ohne Aufpreis
möglich, sofern die vereinbarte Mietdauer nicht unterschritten wird. Eine
Reduzierung des Mietzeitraumes nach erfolgter Buchung ist nicht möglich.

6. Nutzung
Der Mieter verpflichtet sich:
o Das Fahrzeug sorgfältig zu behandeln
o Das Fahrzeug nicht an Dritte zu überlassen
o Betriebsanleitungen und technische Vorschriften genau einzuhalten
o Bei jedem Tanken Kühlwasser, Ölstand und Reifendruck zu kontrollieren und ggf.
aufzufüllen
o Sich vor jeder Fahrt über die Verkehrssicherheit zu überzeugen
o Die ungewöhnlichen Fahrzeugdimensionen (Höhe, Breite, Gewicht) zu beachten
o Zurücksetzen nur mit einer Hilfsperson durchzuführen
o Bei Mitnahme von Kindern unter 12 Jahren dafür Sorge zu tragen, dass diese auf
amtlich genehmigten und nach Größe, Alter und Gewicht gewählten Kindersitzen
und auf dazu geeigneten und zugelassenen Sitzplätzen mitgenommen werden.
o Der Mieter verpflichtet sich, den Vermieter für alle während der Nutzung des
Mietfahrzeuges anfallenden Gebühren, Abgaben, Bußgelder und Strafen, die er
zu vertreten hat, in vollem Umfang von der Haftung freizustellen. Eingehende
Kostenbescheide, etc. werden an den Mieter weitergeleitet, es sei denn, der
Mieter weist nach, dass dem Vermieter kein oder ein geringerer Aufwand und /
oder Schaden entstanden ist.
o Grundsätzlich sind Auslandsfahrten in alle europäischen Länder möglich mit
Ausnahme der Länder in denen Krieg geführt wird und/oder Unruhen herrschen.
o Für alle anderen Länder muss eine besondere Vereinbarung getroffen werden.

7. Unzulässige Nutzungen
Dem Mieter ist untersagt, das Fahrzeug wie folgt zu verwenden
o Zur Beteiligung an motorsportlichen Veranstaltungen und Fahrzeugtests.
o Zur Begehung von Straftaten, auch wenn diese nur nach dem Recht des Tatorts
nachweisbar sind.
o Zur Weitervermietung, Überlassung an Dritte oder zu unsittlichen Zwecken.
o Zur entgeltlichen Personenbeförderung, zur Beförderung von Lasten oder mehr
als der zulässigen Personenzahl.
o Zur Beförderung von Tieren aller Art.
o Zum Transport von Gütern jeglicher Art, die von den Vorstellungen zur
Verwendung eines Reisemobiles abweichen.
o Zur Beförderung explosiver, entzündlicher, giftiger oder sonstiger gefährlicher
Stoffe.
o Zur Nutzung über das zulässige Gesamtgewicht hinaus.
o Fahrten unter Einfluss von Drogen, Alkohol und Medikamenten sind zu
unterlassen
o Alle Fahrzeuge sind Nichtraucherfahrzeuge. Bei Nichtbeachtung werden die
Kosten für eine zusätzliche Reinigung dem Mieter in Rechnung gestellt.

8. Übergabe
Das Fahrzeug kann am vereinbarten Übergabetag von Mo-Sa 15:00 bis 17:00 Uhr
(oder nach Vereinbarung) übernommen werden.
Bei der Übergabe wird ein Protokoll erstellt, in dem der Fahrzeugzustand von den
Vertragspartnern festgehalten wird und unterschrieben wird.
Das Fahrzeug wird innen und außen gereinigt und vollgetankt übergeben.
Bei Ausfall des Fahrzeuges versucht der Vermieter ein Ersatzfahrzeug entsprechend
der gebuchten Kategorie zu beschaffen; ansonsten wird der gezahlte Mietpreis
erstattet. Etwaige Schadensersatzansprüche durch Ausfall oder Beschädigung des
Fahrzeuges, die über die Leistung des Schutzbriefes im Schadensfall hinausgehen,
(z.B. Urlaubsausfall, entgangene Urlaubsfreuden, Wartezeiten, Verschiebung und
Stornierung von Terminen und alle dadurch bedingte Folgekosten, Erkrankungen des
Mieters oder seiner Begleiter im Urlaub) können vom Vermieter nicht anerkannt
werden.

9. Rückgabe
Die Rückgabe erfolgt von Mo-Sa 10:00 bis 12:00 Uhr (oder nach Vereinbarung). Das
Fahrzeug gilt erst als zurückgegeben, bei persönlicher Rückgabe vom Mieter an den
Vermieter. Fahrzeugabstellen ohne Abnahme des Vermieters geschieht auf eigenes
Risiko. Bei verspäteter Rückgabe des Fahrzeugs ist der Mieter zum Schadensersatz
verpflichtet. Rückgaben des Fahrzeugs vor Ablauf der vereinbarten Mietzeit haben keine
Verringerung der Vereinbarten Miete zur Folge, es sei denn, das Fahrzeug kann
anderweitig vermietet werden.
Bei der Rückgabe muss das Fahrzeug innen gereinigt und vollgetankt sein, sowie der
Abwassertank und die Toilettenkassette müssen entleert sein. Die Innenreinigung kann
auf Wunsch gegen eine Gebühr in Höhe von 120 € im Vertrag gebucht werden. Bei
Nichterfüllung fallen für den Mieter folgende Kosten an:
o je nach Aufwand 45 € / Std.
o Toilettenreinigung: 120,- €.

10. Bereifung
Wir gehen davon aus, dass vom 1. April bis 31. Oktober jeden Jahres keine Winter-
Bedingungen zu erwarten sind. In den Monaten November bis März sind Winterreifen
auf den Mietfahrzeugen montiert. Bei extremen, winterlichen Straßenverhältnissen kann
der Mieter vom Vermieter kostenlos zur Verfügung gestellte Schneeketten aufziehen.
Für deren sachgemäße Verwendung muss der Mieter sorgen. Ebenso ist die gesamte
Wasseranlage vor beginnendem Frost zu entleeren, oder diese muss dauerhaft beheizt
werden.

11. Reparatur
Im Falle eines Defektes am Basisfahrzeug kann, nach telefonischer Rücksprache mit dem
Vermieter, der 24h Service des jeweiligen Herstellers angerufen werden.
Bei Ausfall im Bereich des Aufbaus muss der Vermieter vor Reparatur informiert werden,
andernfalls trägt der Mieter die Kosten.
12. Verhalten bei Unfällen oder in Schadensfällen
Der Mieter / Fahrer hat nach einem Unfall oder bei einem Brand-, Entwendungs-, Wildoder
sonstigen Schaden unverzüglich die Polizei hinzuzuziehen und den Vermieter zu
verständigen. Der Mieter/Fahrer darf sich solange nicht vom Unfallort entfernen, bis er
seiner Pflicht zur Aufklärung des Geschehens und zur Feststellung der erforderlichen
Tatsachen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben nachgekommen ist. Das strafrechtlich
sanktionierte Verbot des unerlaubten Entfernens vom Unfallort im Sinne von § 142
Strafgesetzbuch-StGB ist zu beachten. Sollte die Polizei die Unfallaufnahme verweigern,
so hat der Mieter dies gegenüber dem Vermieter nachzuweisen. Dies gilt auch bei
selbstverschuldeten Unfällen ohne Mitwirkung Dritter. Daneben hat der Mieter den
Vermieter unverzüglich über alle Einzelheiten des Unfall- oder Schadenereignisses, auch
bei geringfügigen Schäden, schriftlich zu informieren. Der Unfall-/Schadensbericht muss
insbesondere Namen und Anschriften der beteiligten Personen und etwaiger Zeugen,
sowie amtliche Kennzeichen der beteiligten Fahrzeuge enthalten.
Schadenersatzansprüche anderer Unfallbeteiligter dürfen nicht anerkannt werden.
Sonstige Beschädigungen oder besondere Vorkommnisse, die im Zusammenhang mit
dem Fahrzeug stehen, sind ebenfalls unverzüglich, spätestens bei der Rückgabe dem
Vermieter mitzuteilen
13. Speicherung von Personaldaten
Der Vermieter ist berechtigt, die bezüglich der Geschäftsbeziehung oder im
Zusammenhang mit ihr erhaltenen Daten über den Mieter, gleich ob diese von ihm
selbst oder von Dritten stammen, im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes zu
verarbeiten.

14. Gerichtsstand
Gerichtsstand ist der Geschäftssitz des Vermieters, sofern die Vertragsparteien Kaufleute
sind, oder mindestens eine der Vertragsparteien keinen allgemeinen Gerichtsstand im
Inland hat, oder die in Anspruch zu nehmende Vertragspartei nach Vertragsabschluss
Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort aus dem Geltungsbereich der
Zivilprozessordnung verlegt oder der Wohnsitz zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht
bekannt ist.

15. Schlussbestimmung
Alle Vereinbarungen bedürfen der Schriftform. Sollten einzelne Bestimmungen dieser
Mietbedingungen unwirksam sein oder werden, so hat dies auf die Rechtswirkung der
übrigen Punkte keinen Einfluss. Die unwirksamen Bestimmungen müssen so umgedeutet
werden, dass ihr Zweck in wirksamer Weise erfüllt werden kann. Zwingend gesetzliche
Vorschriften bleiben unberührt.

Mit Vertragsunterzeichnung bestätigt der Mieter den Erhalt und die Anerkennung dieser
Vermietbedingungen

Menü